Zwischen Monotonie und Melancholie: "mühle" von Luis Schwamm

„mühle“ von Luis Schwamm

Mit seiner neuen Single „mühle“ kündigt Luis Schwamm sein im November kommendes Debütalbum „alte möbel und junge nervositäten“ (VÖ bei Backseat) an. „mühle“ ist ein Stück, das Elemente des Indie-Folk mit einer inhaltlichen Auseinandersetzung zu den Themen Arbeit, Liebe, Frustration und Selbstzerstörung verbindet. 

Die Lyrics malen ein Bild von der täglichen Routine, die sich wie ein endloser Kreislauf anfühlt, in dem die Zeit stillzustehen scheint. Es wird versucht, durch kleine Fluchten wie Zigaretten und Bier der Schwere des Alltags zu entkommen. 

Der Verlust einer geliebten Person hinterlässt eine tiefe Leere und raubt die Freude an kreativen Tätigkeiten. Trotz harter Arbeit bleibt das Gefühl, dass die eigenen Bemühungen nicht geschätzt werden, was zu Resignation führt. Zwischenmenschliche Beziehungen sind ein ständiges Auf und Ab, bringen sowohl Trost als auch Schmerz. Insgesamt vermittelt der Text eine melancholische Stimmung und reflektiert über die Suche nach Sinn und Erfüllung in einer scheinbar trostlosen Welt. 
Inhaltlich sowie musikalisch weiß der Kölner Musiker mit „mühle“ zu überzeugen. Die Stimmung, die mit Klavier (Alex Roeseling), Geige (Laila Nysten) und Cello (Rabea Bollmann) bemerkenswert umgesetzt wird, vermag es, den Hörer in ihren Bann zu ziehen. Das Video, welches in Schwarz-Weiß gehalten ist, evoziert eine Stimmung der Melancholie, sodass man sich beinahe in den Schatten duckt, um nicht aufzufallen. Das Stück ist von beeindruckender Qualität und weckt die Neugier auf das Album.

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