„Luftmatratze“ von Marie Bothmer

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Marie Bothmers „Luftmatratze“ zeigt, wie es ist, wenn man sich nach einer Trennung emotional völlig kaputt und fremd fühlt. Die Luftmatratze steht für die Zeit, in der sich etwas zwischen Vergangenheit und Gegenwart befindet – sie ist nur vorübergehend da und bietet genauso wenig Halt wie eine Beziehung, die nicht mehr besteht, eine Welt, die nicht mehr richtig existiert, aber auch noch nicht überwunden ist.
Der Verlust macht traurig, aber auch die Erkenntnis, dass jeder Mensch anders trauert. Der eine sehnt sich nach Zugehörigkeit, der andere hat längst einen emotionalen Abstand aufgebaut. Das Gefühl der Einsamkeit wird durch diese Disharmonie noch verstärkt. Man sehnt sich danach, aber es führt zu nichts.
Die sanfte Melancholie des Indie-Pop-Sounds bringt das Gefühl von innerer Zerrissenheit wunderbar traurig rüber und zeigt ziemlich gut, wie schmerzhaft es sein kann, der Einzige zu sein, der noch fühlt. Ein starkes Release, das die Zuhörer direkt trifft und ein erster Vorgeschmack auf das demnächst erscheinende Debütalbum.

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