
Mario Strack entfesselt in „While I’m Asleep“ eine elektroakustische Obsession, in der Beats wie Maschinenspitzen bohren und glitchende Artefakte die Monochrome eines Freund-Feind-Schemas aufbrechen. Jeder Puls erzählt von binären Zwängen, die sich in den Schädel schieben: Verbündet oder bekämpft. Ein auditives Labyrinth, das keiner Flucht erlaubt.
Das Mantra „All this real madness does not truly happen while I’m asleep“ funkelt wie ein trügerischer Leuchtturm im Traummeer. Über scharfe Leads gleiten Stimmen, sprechen von Tarnanzügen, Kinderschulen, Rekrutierern – Marionetten der Kriegsmaschinerie. Hier verschiebt sich Propaganda in flirrende Klangspuren, die junge Köpfe einkreisen.
Zwischen kargen, ätherischen Pads und abrupten Schnittpunkten flimmern Goldtrophäen als Makel; das Echo von zerstörten Leben hallt in der Pause. Strack baut Räume, in denen Stille wie Donnerschlag wirkt, und zeichnet so die scharfe Kluft zwischen Fiktion und Fatalität.
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