ListenNOW 09/26

Alles Glitzer Glitzer – CARUS

Mit „Alles Glitzer Glitzer“ legt CARUS eine Single vor, die Pop als scharfes Statement begreift. Der Track verbindet glänzende Elektronik mit rauer Emotionalität: treibende Beats, dichtes Sounddesign und eine Stimme, die theatralische Präsenz mit unmittelbarer Verletzlichkeit vereint. Textlich lotet der Song die Spannungen unserer Zeit aus — Oberfläche trifft Bruch, Glamour trifft Schmerz — und fordert mehr als bloße Aufmerksamkeit. Produziert in enger Zusammenarbeit mit Bernhard Hammer und Julian Hruza, wirkt die Single wie ein konzentrierter Kurzfilm: visuell, dramatisch, politisch. CARUS nutzt Pop als Bühne für Haltung; „Alles Glitzer Glitzer“ bleibt im Ohr und drängt ins Bewusstsein — funkelnd, scharf und unbequem schön.

Dreamcatcher – E.G. Phillips, nyssa

“Dreamcatcher” frames Nyssa with raw clarity: her voice hovers—vulnerable yet unshakable—over a stripped‑back, artfully layered bed of acoustic guitar and Rhodes. Xifer Fortier’s guitar lines whisper in the background like half-forgotten dreams, lending the track a fragile, cinematic depth. Lyrically, the song revolves around the image of catching and being caught — “I wish I weren’t such a Dreamcatcher…” — and weaves longing with self-doubt. The production favours simplicity over excess; every note breathes, every pause tells a story. The result is an intimate, almost hypnotic listening experience that feels like more than just a ballad: a small, clear universe between dream and reality. ‘Dreamcatcher’ lingers in the mind long after the final chord — delicate, painful and unforgettable.

fragil – Ossip

fragil öffnet sich leise, ein Stück, das, getragen von treibenden Drum Machines und melancholischen Synth‑Flächen, eine kühle, leicht düstere Welt entfaltet, in der jede Schicht, so sparsam sie gesetzt ist, mehr Raum für die Stimme lässt; diese Stimme, nah und verletzlich, zieht den Hörer hinein, weil sie nicht schreit, sondern flüstert, nicht erklärt, sondern zeigt, wie Zerbrechlichkeit und emotionale Abhängigkeit sich verweben. Zwischen Nähe und Selbstverlust, einem schmalen Grat, balanciert der Text, der nicht dramatisiert, sondern nüchtern die feinen Risse benennt, und gerade dadurch, weil die Produktion zurückhaltend bleibt, entsteht ein intensiver Nachklang, der lange bei einem bleibt und zum genauen Hinhören zwingt.


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