Ein paar Milliarden – Albert Luxus
Mit „Ein paar Milliarden“ bewegt sich Albert Luxus zwischen Alternative und sophisticated Pop und verbindet dabei eine angenehm trockene Ironie mit einer unterschwelligen existenziellen Unruhe. Dabei erzählt der Song von Nähe und Distanz und davon, wie seltsam es eigentlich ist, dass Milliarden Menschen auf dieser Welt leben und man sich trotzdem manchmal ziemlich allein darin vorkommt. Was zunächst beinahe leichtfüßig wirkt, bekommt dadurch zunehmend eine nachdenkliche Note, zumal die vermeintliche Sicherheit des eigenen kleinen Kosmos immer wieder von äußeren Erschütterungen bedroht wird. Albert Luxus hält diese Gegensätze bewusst offen, ohne daraus eine eindeutige Botschaft zu formen. Gerade darin liegt die Stärke des Songs: Hinter der lakonischen Oberfläche verbirgt sich ein durchaus ernster Blick auf Einsamkeit, Identität und die etwas absurde Tatsache, überhaupt hier zu sein.
Mit voller Liebe – Die Kombinaten
Mit „Mit voller Liebe“ geben Die Kombinaten einen ersten Vorgeschmack auf ihr zweites Album „RetroPhysik“, wobei ein druckvolles Gitarrenbrett mit punkiger Schlagseite auf einen Text trifft, der ziemlich klar Stellung bezieht. Der Song richtet sich gegen Hass, Gewalt und gesellschaftliche Ohnmacht und stellt dem Ganzen Liebe, Vertrauen und ein Stück weit auch den Glauben daran entgegen, dass Veränderung überhaupt möglich ist. Dabei wirkt der Idealismus keineswegs weltfremd, eher wie eine bewusste Entscheidung, sich trotz aller Ernüchterung nicht einfach zurückzuziehen. Die Produktion ist energetisch, der Gesang kommt mit ordentlich Nachdruck und die Gitarren geben dem Stück die nötige Wucht, während die leicht ironische Sprache verhindert, dass die Botschaft zu schwer oder pathetisch daherkommt. Am Ende bleibt ein kämpferischer Song, der Liebe nicht als stille Geste versteht, sondern als etwas, das durchaus laut werden und sich gegen Hass und Resignation stellen kann.
B.E.T.T.I. – Mars Connor
With ‘B.E.T.T.I.’, Mars Connor turns his attention to one of those summer stories that never really became a proper story. A brief moment of closeness, a path not taken, and afterwards the question of what might have been. The Budapest-born alternative/indie pop artist encapsulates this feeling in a delightfully idiosyncratic mix of acoustic and electric guitars, synthesisers, flute and cimbalom. It is precisely this Hungarian instrument that gives the track its own distinctive flavour, without making it sound folkloric. The vocals remain predominantly in Hungarian; it is only at the end that Connor switches to English, thereby creating a slight counterpoint. “B.E.T.T.I.” is melancholic, but not heavy-going; rather, it’s like looking back on a summer where, even years later, you still find yourself wondering what might have become of it.
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